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Schreiben ist der größere Wahn – Esra Akkaya und Onur Erdur über Tezer Özlü
Lesunge   
Esra Akkaya und Onur Erdur sprechen über die Wiederentdeckung der Schriftstellerin Tezer Özlü (1943–1986) –und über existentielles Schreiben zwischen der Türkei und Deutschland, Istanbul und Berlin.
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24 Jan. 2026 Anhören Weniger

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«‹Die kalten Nächte der Kindheit› von 1980 blickt zurück, in Form eines inneren Monologs über Kindheit, Krankheit, Sprache und Überleben, während ‹Suche nach den Spuren eines Selbstmordes› diese Bewegung nach außen verlagert, auf eine Reise durch Europa, ‹zu den Gräbern meiner Schriftsteller›, die zugleich eine Bewegung ins Innere ist. In beiden Werken wird die Schwelle zwischen Leben und Tod zum Gegenstand. Zusammen gelesen antwortet die eine Lektüre auf die Aporien der anderen» — das schreibt die Literaturwissenschaftlerin Esra Akkaya in unserem Reader 5 über die großartige türkische Schriftstellerin Tezer Özlü.

Warum Özlü gerade wiederentdeckt wird und welche Bedeutung ihr suchendes Schreiben zwischen Istanbul und Mitteleuropa für literarische und nomadische Existenzen heute hat, bespricht Esra Akkaya im Dialog mit dem Kulturwissenschaftler Onur Erdur.

Das Gespräch wurde im Dezember 2025 vor Livepublikum in der daadgalerie Berlin aufgezeichnet.

Esras Akkayas Essay «Schreiben ist der grössere Wahn – über Tezer Özlüs Weltliteratur» findet ihr im Berlin Review Reader 5 und auf blnreview.de.

Veröffentlicht am 24 Jan. 2026